W:O:A Reportage - RTL am 01.09.2008 um 23.30 h

27.08.2008 Erstellt von Wacken-Helge


RTL am 01.09.2008 um 23.30 h - '30 Minuten Deutschland' vor und hinter den Kulissen des härtesten Festivals der Welt in einem Mikrokosmos aus Landwirtschaft und Tradition.

Seit 1990 verändert sich das kleine Dorf Wacken einmal im Jahr grundlegend. Denn seitdem findet das 'Wacken Open Air' hier statt. Was mit 800 Gästen begann, ist heute das Mekka der Heavy Metal Fans. Mehr als 75.000 sind es auch 2008 wieder, die drei Tage bei Hard Rock und Dosenbier friedlich feiern. Das bedeutet etwa 45 Heavy Metal Fans pro Einwohner - keine Chance also, dem Festival zu entgehen. Wo bis vor wenigen Tagen Kühe Gras gefressen haben, verbauen hunderte Helfer 600 Tonnen Stahl für die Bühnen, im kleinen Supermarkt müssen Katzen- und Hundefutter den Extrarationen Bier und Dosenravioli weichen. Im Dorf kommt es zu spontanen und kuriosen Verbrüderungsszenen zwischen Landbevölkerung und Heavy Metal Fan. Fast das ganze Dorf freut sich auf das Open Air und macht seine Geschäfte mit den Metalheads. Rund 50 Anwohner der Hauptstraße haben Anträge gestellt, Kuchen oder Brötchen verkaufen zu dürfen und haben den eigenen Bierstand im Garten oder den Würstchengrill in der Garageneinfahrt. Für Gerd Tolksdorf, den Leiter des Ordnungsamtes und seine Kolleginnen ist das eine gern angenommene Herausforderung. Denn sie kontrollieren, ob jeder Bewohner die Vorschriften zum Verkauf einhält. Nur wenig läuft für die Feuerwehr Wacken während des Open Airs genau nach Plan. Zwar hält Charly Holz als Einsatzleiter die Fäden in der Hand und seine Truppe ist ständig in Einsatzbereitschaft, aber die Nachtwachen werden für die Feuerwehrleute im Gerätehaus in Wacken zum angespannten Warten auf den Einsatz - denn niemand kann vorhersehen, was alles auf dem 200 Hektar großen Gelände passiert. Auch für die Feuerwehrkapelle 'Firefighters' heißt es: Einsatz. Denn der Wackener Musikzug ist der alljährliche Opener des Festivals. Und obwohl ihre Passion das traditionelle Liedgut ist, tobt auch hier der langhaarige Mob. Das Dorfgasthaus 'Zur Post'. Hier, wo es früher noch Reibungspunkte und Abneigung zwischen den Wackenern und den Festivalfans gab, sitzt man heute friedlich beisammen. Gasthausleiter Hans Jörn Arp weiß, was seine spezielle Kundschaft mag und tauscht daher kurzfristig Pfifferlinge mit Rindermedaillon oder Zander im Blätterteig gegen Currywürste mit Pommes und die gibt es dann schon ab acht Uhr morgens.


 

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