Nicht oft wurde über eine Band schon vor der Veröffentlichung ihres ersten Albums mehr diskutiert, selten mehr gerätselt und gemutmaßt, als es bei ESCHENBACH der Fall war. Zumeist war es gar nicht die Musik, welche die Diskussionen im Vorfeld anregte und die Gemüter erhitzte, der Fokus war ein anderer…
Was bleibt also von einer Band übrig, wenn man sich die Mühe gibt, einen Moment von der Tatsache Abstand zu nehmen, dass sie von Stephan Weidner produziert wird? Oder dass sie bei 3r unter Vertrag sind und ihr Debüt im geschichtsträchtigen studio23 in Frankfurt am Main aufnahm? Dass Ben Tewaag nicht nur Sohn seiner eigenen Mutter ist, sondern neben Komponist und Namensgeber Philip Eschenbach auch Gründungsmitglied dieser Band?
Wenn man es nun schafft, all dies beiseite zu lassen, also das Skelett von ESCHENBACH freilegt, dann findet man eine Band, die ihre Musik leidenschaftlich lebt, die auch und gerade deswegen eigenständig zu überzeugen weiß. Fünf Männer, die dem hohen Erwartungsdruck stets standhalten und deren Leben sich unzensiert sowohl in ihrer harten, deutschsprachigen Rockmusik, als auch in ihren teils schwermütigen, selbstreflektierenden Texten wieder finden.
Nils Berger (Weltrekordhalter am Schlagzeug), der ehemals auf Jamaika ansässige Philip Eschenbach (u.a. Produzent von Noisex, Komponist und Explorer-Gitarrist) und Riitchy Schwarz (ehemaliger Legends of the Livingroom-Sänger japanischer Abstammung) bilden auch 2011 die Mannschaft, die in stürmischen Gewässern zusammenrückt und am gleichen Tau zieht.
ESCHENBACH bringt den lange ersehnten neuen Wind in die deutsche Rockmusik und bläst ihn in die eigenen Segel.
Im Januar 2012 erscheint mit "Alles in Allem" das zweite Album der Band, wieder produziert von Stephan Weidner. Man darf gespannt sein!
Leinen los!