Das kann ja heiter werden: Der Himmel hat ein Einsehen und die geschlossene graue Wolkendecke weicht einem schicken Blau mit einer wärmenden gelben Scheibe drin. So darf das Wetter gerne weiter machen. Auf die Frage nach besondern Vorkommnissen antwortet Thomas Jensen. "Da ist irgendwo in der Nacht ein Zaunabschnitt umgefallen, den der Sicherheitsdienst sofort wieder aufgestellt hat", berichtet der Festival-Mitbegründer schmunzelnd. "Spannende Schlagzeilen kann ich zum Glück nicht liefern. Je ruhiger es hier läuft, desto besser." Des Organisators Freud, des Berichterstatters Leid: so kann ja kein Mensch die werten Leser bei Laune halten.
Also rauf aufs Gelände, um dort nach Geschichten zu suchen. Immerhin kommen dort die Technikfreaks auf ihre Kosten: Lichtanlagen und P.A.-System sind über Nacht eingetrudelt. An langen Ketten hängen die Crews die Traversen auf und sorgen für mindestens doppelte Sicherung. Eine ganz besondere Lichtanlage kommt in der True Metal Stage unter die Decke, aber wir wollen ja nicht zu viele Details verraten. Die Party Stage hat sichtbar aufgeholt, während die W.E.T. Stage vorne liegt. Allerdings hat Bühnenchef Mutz mit seinen Leuten auch die kleinste Anlage im Innenbereich unter sich.
Der Pressebereich hat ein Ochsenschädelchen als Eingangsportal bekommen. Wenn da mal nicht die Souvenirjäger ein Auge drauf werfen. Hebt euch aber keinen Bruch, Jungs. Im Inneren baut die Mannschaft Heavy Deco eine auf rostig getrimmte Anlage auf. Die sieht ebenso spektakulär aus, wie ihre Trucks.
Überall wirbeln Staubfontänen auf, wo Baufahrzeuge rollen, Trucks anrücken oder Trecker tuckern. Kaum ist die Sonne da, wird der Boden trocken. Noch wächst hier Gras. Das Wackinger Dorf bekommt ein Tor, die Ritterzelte stehen in Reih und Glied und auch das große Metschiff ist trocken gefallen. Hier kann heute aber noch ebenso wenig der Durst gelöscht werden wie im Biergarten. Mist. Die Sonne macht eine trockene Kehle. So denken wohl auch die früh Angereisten und behelfen sich mit reichlich Bier aus der Dose. Glasflaschen sind wie im letzten Jahr nicht zulässig. Das Stimmungsbarometer steigt ebenso wie die Temperaturen rasch an.
Die Händlermeile wächst weiter, dort werden ganze Warenlager angekarrt. Und die Fressbuden erhalten ihr Innenleben: Pizza, Pasta, Döner, Würstchen, Hot Dog, Chinarollen, Veganes, Burger, halbe Schweine, Hähnchen und Hering und was euer Magen sonst noch verträgt – hier wird jeder fündig.
Zurück zu den Technikjüngern: Von der Wacken App ( www.wacken.com/de/woa2011/main-specials/apps/ ) zeigen sich die ersten Besucher schwer begeistert. So auch Silke aus Norddeutschland: "Die Suchfunktion funktioniert großartig", meint die Fünfundzwanzigjährige. "Ich gebe den gewünschten Punkt ein und mein Handy führt mich schnurstracks dorthin." Schön, wenn das neumodische Elektronikzeugs funktioniert.
Euer Wacken-Tagebuch-Team





































