Auch Franzosen tragen Schottenröcke und können einen Battle Metal-Klamotttenladen plündern, um die Bühne zu erstürmen. Neckisch vor allem die Kopfbedeckung des Drummers. Entweder ein etwas tiefgezogenes Barett oder eine Baskenmütze. Dass WARGASM eine gute Basis vorfanden und zahlreiche kampfwütige Fans im Zelt vorfanden, lag zum einem am leicht einsetzenden Regen, zum anderem an dem wirklich guten Songmaterial des Quintetts. Ihre geplante 3-Track-Schlachtbazille durften sie überraschend um eine vierte erweitern. Damit hatte die Band wohl nicht gerechnet. Hymnisch, episch, jedoch ohne detailverliebt zu wirken, verbuchte der WARGASM ordentlich Punkte. Leider ging der Inhalt der Ansagen, mit französischem Akzent, im Dani Filth ähnlichem Gekeife unter und der letzte Track musste mangels Spielzeit abgebrochen werden. Ansonsten ein sehr hoher Entertainmentfaktor, der auch den manchmal arg schrägen Gitarrensound vergessen ließ.
Jochen Wolff
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