[Translate to italienisch:] So langsam wird es ernst, die Parkplätze füllen sich und Wacken wird zu einer Kleinstadt. Vorfreude liegt in der Luft und steht allen ins Gesicht geschrieben.
Auch noch spät abends rollt alle 5 Minuten ein Wagen nach dem anderen über die Wiesen und Felder von Bauer Trede, um gleich im Anschluss als feste Behausung neben dem Zelt zu fungieren. Nachdem es den ganzen Tag trocken war und wir einen herrlichen Abend genießen durften, haben sich auch die Sorgenfalten der Produktion verzogen und gerade auch Produktionsleiter Thomas Hess lächelt schon wieder.
Nun, zwei Tage vor dem eigentlichen Festivalstart könnte man meinen, dass das Festival schon voll im Gange sein müsste. Die Stimmung auf den Campingplätzen kocht schon über – Party ohne Ende - trotz leicht zu kühler Temperaturen und nassem Gras. Aber das wird noch in den nächsten Tagen.
Auch in Sachen Anekdoten gibt es schon 48 Stunden vor dem Festival `ne Menge zu berichten. Am Mittwoch findet ja das Altliga Spiel zwischen den Kult-Kickern vom Kiez, dem FC St. Pauli und der Altliga aus Wacken, angeführt durch Holger H. statt. Aus diesem Grund hat auch das Wort „Vorspiel“ eine ganz andere Bedeutung als einem sonst so in den Sinn kommt. Doch Presse-Managerin Britta staunte trotzdem nicht schlecht, als irgendjemand wegen des „Vorspiels mit Veranstalterin Sheree“ anrief. Derjenige hatte sich nämlich nicht als Fußballtrainer ausgewiesen und war gleich mit der Tür ins Haus gefallen, ohne dass Britta eine Idee haben konnte, worum es denn ging. Schlussendlich hat sich die Geschichte aufgeklärt, Sheree hatte also gar nichts direkt mit dem „Vorspiel“ zu tun und auch die Jugendmannschaft, die eben jenes „Vorspiel“ praktizieren soll, darf trotz des Fauxpas ihres Trainers auflaufen!
Von einigen Besuchern wollten wir natürlich wissen, warum sie in Wacken eingefallen sind, „Angel of Death, 23 Jahre aus München, ist ausschließlich hier, um die geile Stimmung zu genießen, wo hingegen Mike (18) aus Oberfranken MACHINE HEAD als Grund seines Kommens angibt. Die Jungs um Mike sind ohne Bier in Wacken aufgeschlagen, weil sie Sprit sparen wollten. Zum einen gehört ihnen der Preis des Umweltschutzvereins ja verliehen, zum anderen sollten sie sich den Onkel Dagobert Gedächtnis Preis für extrem geizige Leute selbst umhängen – Jensens Sparmarkt sei Dank, dass sie dennoch ihre Bierreserven aufstocken konnten.
Ein paar Meter weiter weißt Einweiser Harald, ca. 50 Jahre, einen weiteren Wagen ein. Parkplatz C sei nun gut gefüllt und nun komme D dran. Nebenbei erzählt er uns, dass er aus der Nachbarschaft von Wacken käme und mittlerweile das dritte Jahr an Bord sei und er trotz seines Alters eine Menge Spaß habe.
Den Vogel des Tages schoss allerdings Martin ab, der so betrunken war, dass er nur mit Unterhose und Jeans bewaffnet rumtorkelte. Dass er bereits seit vier Stunden sein geliebtes Zelt suchte, liegt sicher auch daran, dass kein Mensch weiß, wo er zu pennen gedenkt. Wir drücken ihm die Daumen, dass er sein Zelt bis zum Morgengrauen wieder gefunden hat.
In diesem Sinne – nur noch 36 Stunden, dann geht es los.
Rene Otto












