< Previousmuss man sich nichts einbilden, aber ich finde es einfach spannend zu sehen, woher die Leute angereist sind. Wacken gehört seit Jahrzehnten zu den größten Metal-Festivals der Welt und nimmt deshalb auch in der Geschichte von Sepultura einen ganz besonderen Platz ein. Wir haben dort unvergessliche Momente erlebt und freuen uns sehr darauf, noch einmal zurückzukommen. Kannst du auf Festivals manchmal noch über das Gelände laufen und dir andere Bands ansehen? Derrick Green: Tatsächlich öfter, als viele vermuten würden. Dieses Jahr hat das sogar ziemlich gut funktioniert. Auf Festivals passiert so viel gleichzeitig, dass viele gar nicht merken, wenn ich direkt neben ihnen stehe. Manchmal denke ich dann: „Ich bin unsichtbar... ich bin unsichtbar... es funktioniert (lacht).“ Das hängt aber auch vom Land ab. In manchen Ländern sind die Leute eher zurückhaltend, anderswo kommt garantiert jemand vorbei und sagt „Hallo“. Und wie sieht das in Deutschland aus? Derrick Green: Wir haben in Deutschland häufiger gespielt als irgendwo sonst auf der Welt– sogar öfter als in Brasilien! Deshalb ist die Verbindung zu den Fans hier besonders eng. Wenn ich bei euch auf einem Festivalgelände unterwegs bin, dauert es meistens nicht lange, bis mich jemand erkennt. Macht das den Abschied hier besonders emotional? Derrick Green: Absolut. Als ich zur Band kam und regelmäßig durch Deutschland tourte, habe ich schnell gemerkt, wie eng die Fans mit der gesamten Geschichte von Sepultura verbunden sind – von den Anfängen bis heute. Das spürt man bei jedem Konzert. Die Energie und Aufmerksamkeit des deutschen Publikums sind außergewöhnlich. Deutschland gehört außerdem zu den Ländern mit der längsten Metal-Tradition überhaupt. Dazu kommt die enorme Unterstützung, die wir hier immer erfahren haben. Diese Leidenschaft ist etwas ganz Besonderes. Genau deshalb fällt uns der Abschied von Deutschland so schwer. Für dieses Land wird Sepultura immer einen besonderen Platz im Herzen haben. Wenn die Menschen in einigen Jahren auf Sepultura zurückblicken, woran sollen sie sich erinnern? Derrick Green: Ich wünsche mir, dass sie sich daran erinnern, dass wir uns nie von der Angst vor der Zukunft haben leiten lassen. Wir haben immer versucht, im Hier und Jetzt zu leben und unsere Entscheidungen nie davon abhängig zu machen, wovor wir vielleicht Angst haben könnten. „ .“ Du hast praktisch dein gesamtes Erwachsenenleben auf der Bühne verbracht. Fällt es dir schwer, dir vorzustellen, was danach kommt? Derrick Green: Schon als 14-Jähriger wusste ich, dass ich Musiker werden möchte. Darauf habe ich mein ganzes Leben ausgerichtet. Gleichzeitig habe ich Kunst in all ihren Formen schon immer geliebt. Alles, was mit Kreativität oder meiner Stimme zu tun hat, interessiert mich. So wurde Fotografie nach meinem Einstieg bei Sepultura zu einer echten Leidenschaft. Außerdem würde ich gerne mehr als Sprecher arbeiten, für Animationen, Zeichentrickfilme oder Werbespots. Film, Animation, Musik – alles, was kreativ ist und mir die Möglichkeit gibt, mich auszudrücken und mit Menschen zu kommunizieren, reizt mich. Kannst du dir tatsächlich vorstellen, der großen Bühne komplett den Rücken zu kehren? Derrick Green: Live aufzutreten, ist ein unbeschreibliches Gefühl. Es macht süchtig. Deshalb glaube ich nicht, dass ich das jemals ganz aufgeben werde. Wenn das allerletzte Sepultura-Konzert vorbei ist und ihr zum letzten Mal gemeinsam hinter der Bühne steht – was hoffst du in diesem Moment zu empfinden? Derrick Green: Das ist eine verrückte Frage (lacht). Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Ich hoffe einfach, dass ich glücklich sein werde. Dass ich das Gefühl habe, wir haben wirklich alles gegeben und konnten diese Reise genau so beenden, wie wir es uns vorgestellt haben. Fotos: W:O:AGewinne ein Hotel California fürs W:O:A 2027 in der VWN Tombola Fahrzeugabbildung zeigt Sonderausstattung. Jetzt für die VWN Tombola anmelden und gewinnenDer neue 850 Meter lange Rettungsweg wird dauerhaft auf dem Gelände bleiben :: Von Nicole Ankelmann underte Bands, Zig- tausende Metal- heads und tagelanger Live- Wahnsinn sind auch beim 35. Wacken Open Air wie- der garantiert. Lediglich der Wetterfrosch macht seinen Auftritt wie immer spannend. Die Fragen, ob ein Paar Gummistiefel und fünf Paar Socken wirklich ausreichen und ob die Sonnencreme Lichtschutzfaktor 30 oder nicht doch besser 50 haben sollte, gehören für Fans bei der Planung seit jeher dazu. Für viele ist sie sogar Teil des Spaßes. Auch die Vorbereitung auf- seiten des Festivals schreiten kontinuierlich voran, denn die Sicherheit aller Anwesen- den hat oberste Priorität. Und so beschäftigt sich das Infra- struktur-Team schon seit Mo- naten damit, nach den Erfah- rungen der vergangenen Jahre und mithilfe der Anmerkun- gen der Fans das Gelände wei- ter zu optimieren – natürlich unter Berücksichtigung der Vorgaben für landwirtschaft- liche Flächen. Neueste Ergänzung der Veränderungen des Holy Grounds ist ein 850 Meter langer Rettungsweg, der dank der engen Zusammenarbeit von Behörden, Landeigen- tümern und Veranstaltern ab sofort zum festen Bestandteil des W:O:A-Geländes gehört. Dieser wird zum Festival an beiden Enden durch Platten und Schotter ergänzt, sodass eine neue Achse entsteht, die Um für sämtliche Wetterkapriolen gerüstet zu sein, wurde auf dem gesamten Gelände weiter mit Hochdruck gearbeitet. Auf über 100.000 Quadratmetern der Fläche liegen Platten und Abdeckungen, außerdem verbindet eine neue, befestigte Rettungsachse den östlichsten mit dem westlichsten Punkt des Festivalbereichs.Mit schwerem Gerät wird erst eine Schneise gegraben Der neue Weg wird dann mit festen Materialen wie Schotter aufgefüllt Platten, wie zum Beispiel diese, liegen in verschiedenen Bereichen des Festivalgeländes, um den Boden zu befestigen Fotos: W:O:A einmal quer über den gesam- ten Festivalbereich führt und ingesamt sogar 3.580 Meter lang ist. Sie verbindet den öst- lichsten mit dem westlichsten Punkt, verbessert notwendi- ge An- und Abtransporte für Rettungsfahrzeuge deutlich und wird zudem auch eine der Hauptstrecken der Festivalbe- sucher sein. Für die Befestigung des Untergrunds in anderen Bereichen sorgen zumeist Bodenplatten in unter- schiedlichen Ausführun- gen: für Schwerlast, Fahr- zeuge und für Fußgänger. Die ursprüngliche Idee, vor den Hauptbühnen mit spe- ziellen Platten eine große Fläche von 10.000 Quadrat- metern entstehen zu lassen, wurde aus Sicherheitsgrün- den nicht umgesetzt. „Der Re- gen würde sich an einer sehr ungünstigen Stelle sammeln“, sagt W:O:A-Geschäftsführer André Jürgens. „Deshalb ha- ben wir uns entschieden, die Platten dort nicht auszulegen, sie stattdessen zu verdoppeln und auf dem gesamten Gelän- de zu verteilen.“ Aufgestockt wurde unter anderem an der Hauptband- ausgabe, vor den Getränke- und Essensständen, zwischen den Bühnen und auf den Cam- pingflächen, um den Weg von A nach B zu sichern, und das bis tief hinein in die Periphe- rie. So können in diesem Jahr erstmals bis zu 80 Prozent der Strecke vom Zeltplatz bis zur Plaza auf befestigten Wegen zurückgelegt werden. Ein Fokus lag bei der Pla- nung wieder auf der Wheels Of Steel Area, dem barriere- armen Campingplatz. Durch die hier erfolgte Vervierfa- chung der Boden- und Weg- befestigungen auf insgesamt 3.500 Quadratmeter wird all jenen die Fortbewegung er- leichtert, die das Gelände auf Rädern bestreiten. Doch das ist längst nicht alles. Zu den weiteren Maß- nahmen zählen: Der Weg vom Busbahn- hof zur Bandausgabe ist in diesem Jahr ebenfalls mit ei- nem Plattensystem befestigt. Ein neues Lichtleitsys- tem für bessere Orientierung kennzeichnet die Hauptrou- ten. Die Anzahl an Sonnense- geln für coole Schattenmo- mente auf dem gesamten Ge- lände wurde deutlich erhöht. Diese Orte laden natürlich zusätzlich zum Abhängen ein, unabhängig ob Rain or Shine. In diesem Sinne: Party on! - .Von Celia Woitas s ist das Jahr 1995 – in Iowa werden Slip- knot gegründet, das W:O:A feiert bereits seinen fünf- ten Geburtstag und The Gathering veröffentlichen ” Mandylion“, ihr erstes Album mit Sängerin An- neke van Giersbergen. Zum 30. Jubiläum und weil die Plat- te in den Niederlanden bereits Goldstatus erlangte, entschied man sich dazu, die Band in da- maliger Besetzung erneut ins Leben zu rufen. „Wir haben zunächst fünf Shows in Hol- land gespielt. Nie im Leben hätten wir mit so viel Begeis- terung gerechnet“, erzählt An- neke van Giersbergen strah- lend. „Wir sind verblüfft über die Reaktionen und darüber, dass ‚Mandylion‘ noch immer in den Herzen der Menschen lebt.“ Aus den fünf anfänglichen Konzerten wurde dann eine Reihe weiterer Shows. Hierzu Von 1994 bis 2007 war Anneke van Giersbergen Sängerin der niederländischen Rockband The Gathering, bevor sie sich auf ihre Solokarriere konzentrierte. Zurzeit steht die Musikerin erneut mit ihren ehemaligen Bandkollegen auf der Bühne. Die einzige Reunion-Show in Deutschland werden sie beim diesjährigen W:O:A spielen. Sei es Verlust oder Liebe – Anneke sieht etwas Heilendes in der Verbindung mit alten Gefühlen durch frühere Songs„ ’.“ stellt die Musikerin klar: „Wir zelebrieren das Album jetzt für insgesamt ein Jahr und das war’s dann. So bleibt es etwas Exklusives.“ In Deutschland werden The Gathering daher auch nur beim Wacken Open Air in „Mandylion“-Beset- zung auftreten. Das sorgt für riesige Vorfreude bei Anneke, die auf dem heiligen Acker schon mehrfach – sowohl mit Bandprojekten als auch als Solokünstlerin – auftrat: „Wir haben es all die Jahre immer genossen, hier zu spielen, weil die Atmosphäre so entspannt ist. Einige Festivals wachsen, werden riesig und gleichzei- tig etwas unpersönlich. Aber nach Wacken kommt man im- mer noch nach Hause und alle sind freundlich und gelassen.“ Ganz besonders ist ihr ein Akustikkonzert in der Metal Church in Erinne- rung geblieben. „Die wun- derschöne Kirche, der Sound und die Metalheads, die mit geschlossenen Augen auf den Bänken saßen und der Mu- sik lauschten – das war sehr besonders. Bei Akustikauf- tritten rede ich auch immer viel, erzähle Geschichten und die Menschen erwidern, las- sen mich wissen, wie sie sich fühlen. Das schafft intime Momente. Dieses Mal spielen wir Metal vor einem großen Publikum – das ist zwar ge- nauso cool, aber auch etwas komplett anderes.“ Fannahe Momente schätzt Anneke van Giersbergen auch während ihren aktuel- len Shows mit The Gathering sehr. Bei einem Album mit so vielen Jahren auf dem Buckel spielt die Nostalgie zudem eine große Rolle: „Wir sind alle in unseren 50ern, wäh- rend der intensiven The-Gat- hering-Phase damals waren wir in den 20ern. Wenn man zu einem Song von damals zurückkehrt, kommt auch das alte Gefühl zurück und es ist schön, sich mit dieser Emotion oder Zeit erneut zu verbinden. Manchmal sind das sehr schwere Themen und Gefühle, wie Verlust oder Lie- be. Es hat etwas Kathartisches und Heilendes, damit wieder in Kontakt zu treten.“ „ “ Auch in ihrer Solokarriere sah sich Anneke zuletzt mit der Vergangenheit konfrontiert. Nachdem ihre beiden Eltern innerhalb kurzer Zeit starben, entschied sie sich für ein Tri- ptychon-Projekt namens „La Vie, La Mort, L’Amour“. Der letzte Teil ist noch in Arbeit und erscheint 2027 in Form einer EP. „Als wir in den 90ern mit TheGathering tourten, kannten die Bandkollegen meine Mutter und meinen Vater sehr gut. Jetzt sind wir wieder für viele Tage und Wo- chen am Stück unterwegs und unterhalten uns über all unse- re Eltern. Wir haben eine tie- fere Verbindung zueinander und reden auch viel über den Tod und über das Älterwer- den. Das wirkt sich sicherlich auch darauf aus, wie wir die Songs live spielen, denn wir wissen, dass die Zeit irgend- wann abläuft und wir hof- fentlich alle irgendwann alt werden.“ Anneke schließt den Gedanken mit einem Lachen: ” Es wird einen Moment geben, ab dem wir nicht mehr headbangen können.“ The Gathering spielen zum 30. Jubiläum von „Mandylion“ eine exklusive Deutschland-Show in damaliger Album-Besetzung beim W:O:A (v.l.n.r. Frank Boeijen, René Rutten, Anneke van Giersbergen, Jelmer Wiersma, Hans Rutten, Hugo Prinsen Geerligs). Fotos: Mark Uyl, PromoVon Marc Halupczok ob Halford gegen- überzusitzen, ist im- mer ein Ereignis. Selbst via Bildschirm kann man seine Ausstrahlung spüren. Dabei gibt er wie immer den form- vollendeten britischen Gen- tleman, lächelt viel und weise und bittet zu Beginn, etwas vorlesen zu dürfen. Dann zitiert er Auszüge des Wiki- pedia-Eintrags zum Wacken Open Air und weist darauf hin, dass die erste Ausgabe des Festivals 1990 an seinem Geburtstag, dem 25. August, stattfand. „Deshalb kann ich gar nicht anders, als mich mit diesem Ort verbunden zu fühlen. Es ist eine Liebesbezie- hung.“ Das macht der Sänger unter anderem überall und immer dadurch deutlich, dass er einen W:O:A-Auf- näher auf seiner legendä- ren knöchellangen Kutte trägt. „Das ist meine ‚Battle Vest‘, da kommen nur Pat- ches von Bands oder Festivals drauf, die mir wirklich etwas bedeuten. Wacken ist mehr als ein Festival, es ist ein State- Die mächtigen Judas Priest als Headliner in Wacken – das ist mal richtig Metal. Und Frontmann Rob „Metal God“ Halford findet so viele lobende Worte für das Festival, dass man fast ein bisschen rot werden könnte. Außerdem verrät er, warum ihm eine Katze auf dem Kopf gesetzt wurde. Über die Setlist für die Priest-Show am Freitag sagt Halford: „Natürlich gibt es ein paar Standards wie ‚Breaking The Law‘, die kommen müssen. Aber wir mischen schon durch. Es ist Sommer, es ist Wacken, natürlich wollen die Leute feiern und mitsingen.“Widrigkeiten umzugehen, auf engstem Raum mit unter- schiedlichen Charakteren klarzukommen, und verste- hen, was eine Band ausmacht. Gemeinsam durch schwere Zeiten zu gehen, macht un- glaublich viel aus. Und dabei zählt jeder einzelne Auftritt, jeder Kneipengig. Daran sind wir gewachsen, aber man darf sich keinen Illusionen hin- geben. Man muss weiter hart arbeiten, wenn man relevant bleiben will.“ Einen der angenehmeren Teile seines Jobs erledigte Rob Halford im Februar dieses Jahres, als er zu Gast bei der Berlinale in Berlin war, um die Filmdokumentation „The Ballad Of Judas Priest“ vorzu- stellen. „Ein großartiges Er- lebnis“, schwärmt die lebende Legende. „Ich war drei Tage in Berlin, eine Stadt, die ich sehr liebe. Ich glaube, ich bin 1976 zum ersten Mal dort ge- wesen, mittlerweile treffe ich viele Freunde und Bekannte. Das Spannendste: Ich kannte den Film vorher selbst nicht. Nicht mal Ausschnitte. Ich habe den Machern Sam Dunn und Tom Morello freie Hand gelassen, damit ich ihn das erste Mal gemeinsam mit den Fans im Kino erleben kann. Die richtige Entscheidung! Der Saal war mit über 1.000 Besuchern ausverkauft, ich habe gelacht und geweint und war am Ende unglaub- lich stolz. Die Geschichte von Judas Priest ist sehr groß, ich fühlte mich sehr gut unterhal- ten.“ Das geht ihm nicht im- mer so: „Manche Dokumenta- tionen sind zum Einschlafen“, findet der Sänger und nickt zum Spaß auf seinem Stuhl weg, „aber dieser Film flog nur so vorbei.“ Rockt auch mit 74 Jahren noch auf der Bühne – hier mit Gitarrist Richie Faulkner Halford ist bekannt für seine extravaganten Bühnenklamotten und die vielen Kleiderwechsel während seiner Shows Das Judas-Priest- Symbol schwebt über der Haupt- bühne des W:O:A „ , , -.“ ment, ein globales Metal-Tref- fen. Auch die vielen Charity- Aktionen, die im Namen des W:O:A veranstaltet werden, sind sehr wichtig. Wie alle kannte ich Wacken schon lan- ge, bevor wir mit Judas Priest das erste Mal die Ehre hatten, dort aufzutreten. Und es ist bis heute eine besondere Aus- zeichnung, dort zu spielen. Ich erinnere mich noch an unseren ersten Auftritt im Jahr 2011. Danach dachte ich, jetzt kann ich in Rente gehen, ich habe wirklich alles erlebt.“ Damals befanden sich Judas Priest gerade auf Ab- schiedstournee. Halford und seine Gang wollten die Gitar- ren und Nieten einmotten. Wie wir heute wissen, kam es anders: Die Priester sind noch immer aktiv, mittler- weile unglaubliche 57 Jahre. „Der Name Judas Priest wurde meines Wissens zum ersten Mal 1969 verwendet. Ich stieß 1971 dazu.“ Eine bemerkens- werte Zeitspanne, wie auch Halford selbst findet. „Ich werde dieses Jahr 75. Wenn mir damals jemand erzählt hätte, dass ich in diesem Alter noch als Headliner auf Büh- nen wie in Wacken stehe, hät- te ich der Person empfohlen, mal was anderes zu rauchen, denn mit dem Stoff kann de- finitiv etwas nicht stimmen.“ Rückblickend empfin- det Rob die Anfangszeit mit Judas Priest als unbedingt notwendig, um eine so lan- ge Karriere hinzulegen. „Die ersten Jahre waren ein ste- tiger Kampf. Wir haben in irgendwelchen Löchern vor wortwörtlich zwei Leuten gespielt. Aber damals haben wir uns einfach vorgestellt, dass da 20.000 stehen. Natür- lich bin ich froh, an manchen Orten nicht mehr auftreten zu müssen. Aber Musik ist neben der Kreativität auch ein Handwerksberuf und die Anfangszeit war unsere Lehr- zeit. Wir mussten lernen, mit Nicht minder span- nend war allerdings, was direkt im Anschluss an die Premiere passierte. Da entstand ein ganz besonderes Bild. „Ich kam in einen Raum mit Fotografen. Irgendein be- kannter deutscher Fotograf, ich habe leider seinen Namen vergessen, brüllte mich ziem- lich laut an. Ein sehr extro- vertierter Charakter. Er rief, ich solle mich in sexy Posen schmeißen, ich fragte mich allerdings, wo ich hier gelan- det bin. Arbeitet der Typ für ein deutsches Pornomagazin? Aber ich ließ mich drauf ein und posierte ein bisschen. Stunden später kam jemand aus meinem Team völlig fer- tig an und zeigte mir ein Bild aus dieser Serie. Ich gucke da- rauf ziemlich seltsam in die Kamera, dazu hatte mir der Fotograf per KI ein Katzenba- by auf den Kopf gesetzt. Mein Team war entsetzt, ich habe mich kaputtgelacht. Das Foto ging innerhalb von Stunden weltweit viral und ich finde es immer noch großartig.“ Das liegt auch daran, dass Rob selbst gerne Bilder von sich mit KI bearbeitet und in den sozialen Medien teilt. „Ich halte das für einen unterhalt- samen Zeitvertreib, meine Bilder werden auch immer absurder. Ich kriege sehr viele Kommentare, in denen mir nahegelegt wird, ich solle end- lich mit dem Scheiß aufhö- ren.“ Halford lacht: „Aber das spornt mich nur umso mehr an, noch größeren Quatsch zu verzapfen. Das ist doch wirk- lich eine harmlose Art, künst- liche Intelligenz zu nutzen. Sonst stehe ich dem Thema ambivalent gegenüber. Ge- rade für Musiker und an- dere Künstler kann das in absehbarer Zukunft sehr gefährlich werden. Aber für mein Privatvergnügen ist es eine tolle Sache.“ Und die Sache mit der Kat- ze kommt nicht von unge- fähr: Auf vielen seiner selbst bearbeiteten Bilder ist Hal- ford von schnurrenden Klein- tigern umgeben. „Ich bin schon großer Katzenfan, aber im Grunde bin ich vor allem ein großer Tierfreund. Ich en- gagiere mich für die AAWL, die Arizona Animal Welfare League bei mir zu Hause in Phoenix. Vor längerer Zeit habe ich die Macher dieser Organisation kennengelernt und wir sind Freunde gewor- den. Zur AAWL gehört auch die Kitten Rescue, die sich ausschließlich um herrenlose Katzen kümmert. Tiere geben so viele Liebe, man muss sich einfach für sie einset- zen.“ Rob mit Kätzchen – dieses Bild von der Berlinale ging viral „ , . ?“ Fotos: W:O:A, Jens Koch/Berlinale, privat/Instagram Halford liebt es, Fotos mit KI zu bearbeiten und damit zu spielenMittwoch, 29.07. 16:00 - 17:00 Lovebites 18:00 - 19:00 The Butcher Sisters 20:00 - 21:00 Electric Bassboy 22:00 - 00:00 Hämatom 12:00 - 12:45 Broken By The Scream 13:30 - 14:30 Visions Of Atlantis 15:15 - 16:15 Thundermother 17:00 - 18:00 The Hardkiss 18:45 - 20:00 The Gathering 21:00 - 22:30 Lacuna Coil 11:25 - 11:45 Gannondorf MB USA 12:15 - 12:35 Born Broken MB Canada 13:05 - 13:25 Human Nebula MB Sub-Saharan Africa 13:55 - 14:15 Dead Memories MB Ireland 14:45 - 15:45 Expellow 16:15 - 16:35 Sinamort MB Lithuania 17:05 - 17:25 Deflag MB Italy 17:55 - 18:15 Noiduin MB Finland 18:45 - 19:05 Invasion MB Norway 19:35 - 19:55 SÓT MB Iceland 21:15 - 22:30 Kadavar 00:15 - 01:00 Mambo Kurt :: 11:00 - 11:20 Seers Of Light MB Hungary 11:50 - 12:10 Speak In Whispers MB Cyprus 12:40 - 13:00 I See Red MB Greece 13:30 - 13:50 Goodnight Greatness MB Sweden 14:20 - 14:40 The Crescent’s Call MB Austria 15:50 - 16:10 Ashed Winter MB France 16:40 - 17:00 Blanket Hill MB Luxembourg 17:30 - 17:50 Witchlords MB Belgium 18:20 - 18:40 Elchivo MB Mexico 19:10 - 19:30 Morphide MB Latvia 20:15 - 21:00 Velvet Rush 22:45 - 00:00 Rose Tattoo 01:00 - 03:00 Ballroom DJ Team 12:00 - 12:45 Wacken Firefighters 13:30 - 14:15 Alien Rockin’ Explosion 15:00 - 16:00 5th Avenue 16:45 - 17:45 Ricky Warwick 18:30 - 19:30 Vanir 20:15 - 21:15 Dirty Shirt 22:15 - 23:15 Unzucht 14:00 - 14:45 Diabolisches Werk 15:30 - 16:15 Battlecreek 17:00 - 17:45 Poison The Preacher 18:30 - 19:15 Phantom 20:00 - 20:45 Crypt Sermon 21:30 - 22:15 The Troops Of Doom 23:00 - 00:00 Sacred Steel 11:00 - 12:00 Metal Yoga mit Moni 12:30 - 13:30 Wacken Slam Battle 14:15 - 15:15 Live-Podcast: Met & Moshpit (Saltatio Mortis) 16:00 - 17:00 Thomas Nicholas Band 17:15 - 17:45 Award Ceremony Soccer Cup 18:00 - 19:00 Acoustic Steel 19:45 - 20:30 Vika Goes Wild 21:00 - 21:30 Alien Rockin’ Explosion 21:30 - 23:00 Maschine’s Late Night Show 15:00 - 16:00 Megalive - A Tribute To Megadeth 17:00 - 18:00 Ragetrack – A Tribute To Rage Against The Machine 19:00 - 20:00 Mother - A Tribute To Danzig 21:00 - 22:00 Ozzyfied - A Tribute To Ozzy Osbourne Donnerstag, 30.07. 15:00 - 16:00 Skyline 17:30 - 18:45 Yngwie Malmsteen 20:30 - 22:00 Savatage 16:15 - 17:15 Uli Jon Roth „50th Anniversary Virgin Killer“ Show 19:00 - 20:15 Europe 22:15 - 00:00 Def Leppard 12:00 - 13:00 Alien Ant Farm 13:45 - 14:45 H-Blockx 15:30 - 16:30 Therapy? 17:30 - 18:45 Life Of Agony 19:45 - 21:00 P.O.D. 22:00 - 23:30 Turbonegro 11:25 - 11:45 Novelization MB Netherlands 12:15 - 12:35 Gagor MB Czech Republic 13:05 - 13:25 Force MB Chile 13:55 - 14:15 Midhaven MB India 14:45 - 15:05 Gidora MB El Salvador 15:35 - 15:55 Days of Ruin MB Switzerland 17:15 - 18:00 Firespawn 19:15 - 20:15 Blood Red Throne Altered Genesis Set 21:45 - 22:45 Anaal Nathrakh 00:00 - 03:00 Cowgirls From Hell :: 11:00 - 11:20 E.N.D. MB Balkan Regions 11:50 - 12:10 Haine MB Malta 12:40 - 13:00 Death Row MB Bulgaria 13:30 - 13:50 Sentient Void MB Philippines 14:20 - 14:40 Given By The Flames MB Japan 15:10 - 15:30 Rise Of Shadows MB Spain 16:15 - 17:00 Craft 18:15 - 19:00 Spectral Wound 20:30 - 21:30 Misery Index 23:00 - 00:00 Misþyrming & Nergal perform Behemoth’s „Sventevith“ 12:00 - 12:45 Wüstenberg 13:30 - 14:15 Katerfahrt 15:00 - 16:00 Vogelfrey 16:45 - 17:45 Sagenbringer 18:30 - 19:30 Storm Seeker 20:15 - 21:15 Kupfergold 22:15 - 23:15 Manntra 14:00 - 14:30 Saviourself 15:00 - 15:30 Black Tish 16:00 - 16:45 Brunhilde 17:15 - 18:00 9mm Headshot 18:30 - 19:15 Wytch Hazel 19:45 - 20:45 Temple Of The Absurd 21:15 - 22:15 Evil Jared & Krogi 23:00 - 00:00 Year Of The Goat 11:00 - 12:00 Metal Workouts 12:30 - 13:30 Wacken Slam Battle 14:15 - 15:00 Jana Solvejg & Uwe Lerch – „Achtsamkeit In Lederjacke - LIVE“ 15:45 - 16:45 Lesung: Sabina Classen, Nico Rose & Acoustic Steel „Laut. Stark.Leben.“ 17:30 - 18:15 Mambo Kurt 19:15 - 20:15 System Of A Down by Anett & Livi Acoustic + Radó Éden 21:00 - 21:30 Alien Rockin’ Explosion 21:31 - 23:00 Maschine’s Late Night Show 16:00 - 17:00 Heaven Shall Burn Special Pay With Your Blood Show! Def Leppard feiern am Donnerstag ihre Wacken-Premiere ::Next >