Wacken Stories: Sam Dunn | W:O:A - Wacken Open Air
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Erstellt von Timon Menge

Wacken Stories: Sam Dunn

In fast 30 Jahren W:O:A kommt einiges an Geschichten zusammen – ob abgefahren, herzerwärmend, hintergründig oder einfach lustig. Diese Geschichten haben wir gesammelt und dazu mit den Leuten gesprochen, die auf oder neben dem „Wacken Holy Ground“ leben, arbeiten und feiern. Ihre Erlebnisse zeigen den besonderen Geist des Festivals, deshalb viel Spaß mit besonderen Anekdoten, die es nicht überall gibt: Hier sind die „Wacken Stories“!


Sam Dunn (Regisseur und Produzent Banger Films, Kumpel von Necrobutcher)

„Er war betrunken und voller Adrenalin“

 

Dokumentationen wie „Metal Evolution“ und „Iron Maiden: Flight 666“ kennt jeder. Hinter diesen Produktionen stecken der kanadische Regisseur Sam Dunn und seine Firma Banger Films. Bei seinem ersten Besuch in Wacken führt er ein Interview, das ihm im Gedächtnis bleiben wird…

 

„Ich war 2004 zum ersten Mal beim W:O:A. Damals haben wir ‘Metal - A Headbanger’s Journey‘ gedreht. Meine erste Wacken-Erfahrung ist etwas ungewöhnlich, denn ich war nie als Fan dort. Das lief in den Folgejahren genauso, also kenne ich Wacken nur durch die Brille eines Filmemachers.

 

Mein verrücktestes Erlebnis passierte 2004, als wir für unseren Film auf dem Festival mit Mayhem gesprochen haben. Von all den Szenen der letzten 15 Jahre ist das Interview mit Necrobutcher und Blasphemer sicher das berüchtigtste. Wir hatten den Termin über das Management der Band vereinbart und unser Equipment im Pressezelt aufgebaut. Necrobutcher wusste wahrscheinlich gar nicht, was wir vorhatten. Vermutlich hat er uns für irgendwelche Studenten gehalten, und ihm schien offensichtlich nicht klar zu sein, dass wir eine Dokumentation über Metal drehen, die von vielen Leuten auf der ganzen Welt gesehen werden wird. Er war betrunken und voller Adrenalin, weil er gerade seine erste Wacken-Show seit vielen Jahren gespielt hatte. Und er nahm mir übel, dass ich so viel über den norwegischen Black Metal und die Kirchenverbrennungen wissen wollte. Seine Reaktion haben wir in den Film eingebaut. Er hat ziemlich deutlich ausgesprochen, was er dachte, und hat mir die Meinung gegeigt.

 

Mir ging nur durch den Kopf: ‘Scheiße, was ein Desaster.‘ Ich war mit keinesfalls sicher, dass dieser aggressive Typ mir nicht eine reinhauen wollte, und habe mich echt gefragt, was da eigentlich gerade passiert. Aber die Fans lieben dieses Segment aus Wacken. Bis heute gilt das eine der erfolgreichsten Szenen, die wir bei Banger Films je gedreht haben. Und inzwischen sind Necrobutcher und ich Freunde. “

 

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Sams Wunsch für das 30. W:O:A, wenn alles möglich wäre:

„Metallica mit Cliff Burton.“

 

Text: Timon Menge

 

Bock auf mehr? Alle bereits erschienenen Stories gibt es hier!