Wacken Stories: Oliver "Otti" Otto

20.08.2018 Erstellt von Ann G. Jung


In fast 30 Jahren W:O:A kommt einiges an Geschichten zusammen – ob abgefahren, herzerwärmend, hintergründig oder einfach lustig. Diese Geschichten haben wir gesammelt und dazu mit den Leuten gesprochen, die auf oder neben dem „Wacken Holy Ground“ leben, arbeiten und feiern. Ihre Erlebnisse zeigen den besonderen Geist des Festivals, deshalb viel Spaß mit besonderen Anekdoten, die es nicht überall gibt: Hier sind die „Wacken Stories“!
Oliver „Otti“ Otto (Ballroom Hamburg, Metal-DJ, „Metal Heart“-Betreiber auf dem W:O:A)
„Backstage gab’s Blasmusik“

Die Band Rockbitch warf vor vielen Jahren mal ein „goldenes Kondom“ in die Menge und versprach dem Fänger einen besonderen Service. Nicht nur heiße Luft, wie Otti sich erinnert.

„Ich war früher Teil einer musikbegeisterten Clique aus Hamburg, die einen kleinen Metal-Fanclub gegründet hatte. Als wir hörten, dass es ganz in der Nähe ein neues Festival gibt, sind wir natürlich hin. Seitdem habe ich das W:O:A 22-mal erlebt, arbeite mittlerweile auch für das Festival und quasi alle anderen Veranstaltungen von ICS.

Über die Jahre gab es wirklich viele lustige Momente. Einer der besten war sicherlich die Show von Rockbitch, dieser Porn-Metal-Band, bei der alle die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben. Angucken wollten wir uns das natürlich trotzdem. Ich stehe also mit Chris Boltendahl von Grave Digger im Publikum, die Band wirft das so genannte „goldene Kondom“ in die Menge und macht dem Fänger ein ganz spezielles „mündliches“ Versprechen. Chris und ich haben uns darüber echt ein bisschen aufgeregt und auch gelästert, weil wir der Meinung waren, dass die Damen da totalen Scheiß erzählen und die Leute verarschen. Irgendwann sind wir aber in den Backstage-Bereich gegangen und konnten uns dort dann live davon überzeugen, dass das Versprechen nicht nur heiße Luft war. Ein Bandmitglied, vielleicht war es auch ein weiblicher Roadie, hat die besondere Aufgabe übernommen und den Fänger des „Goldenen Kondoms“ glücklich gemacht. Das war echt richtig krass.

Ganz abgesehen davon ist eigentlich jedes Wacken ein echtes Erlebnis und ich bin immer wieder wirklich begeistert, wie hier auf dem Acker in kürzester Zeit aus dem Nichts eine Kleinstadt entsteht. Die Infrastruktur und Organisation sind sensationell, und für uns hat sich eine wirklich tolle Zusammenarbeit mit dem Festival entwickelt.“

Ottis Wunsch für das 30. W:O:A, wenn alles möglich wäre:
„Queen. Natürlich mit Freddie. Ich habe ihn leider nie live gesehen, glaube aber, dass er so eine Magie besaß, dass er sicher auch zum Wacken Open Air gepasst hätte.“

Ann G. Jung

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