The Quireboys starten wieder durch | W:O:A - Wacken Open Air
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Erstellt von Wacken-Helge

The Quireboys starten wieder durch

ROCK HARD - 8 von 10 Punkten

 

Gut geölt präsentieren sich THE QUIREBOYS auch auf ihrem vierten regulären Studioalbum. Und dass da, wo THE QUIREBOYS draufsteht, erdiger, straighter Good-old-fashioned-Rock´n´Roll der Marke "schweinegeil" drin ist, versteht sich von selbst. Leider haben die Jungs beim Sound ein paar kleine Abstriche gemacht. Die Scheibe klingtein wenig mumpfig, und die Gitarren könnten insgesamt auch ein bisschen präsenter rüberkommen. Aber was soll´s - drauf geschissen! Fans der Chorknaben können bedenkenlos zugreifen, denn ansonsten ist alles beim Alten geblieben - und das ist schließlich das, was zählt.

 

METAL HAMMER - 5 von 7 Punkten

 

Wenn man sich den momentanen Hype um die britische Rock-Sensation The Darkness anschaut, erlebt man gelegentlich eine Art Déjà Vu, das den Geschmack von The Quireboys hat. Beide Bands stammen aus England, beide machen einen traditionellen Hardrock britischer Prägung und erfreuen sich (wie einst übrigens auch Thunder oder die Band Skin) größten Medieninteresses. So wie momentan The Darkness leicht übertrieben als Zukunft der Rockmusik angepriesen wird, erging es vor gut zehn Jahren auch den Quireboys, die mit ihrem Debütalbum A BIT OF WHAT YOU FANCY einen Topseller landeten. Anschließend verlief das Thema jedoch ziemlich schnell im Sande, so dass man abgesehen von einigen Reunion-Versuchen nichts wirklich Neues von Sänger Spike & Co. zu hören bekam. WELL OILED ist nun der erste ernsthafte Versuch, die Truppe endlich wieder ins Geschäft zu hieven. Der Coup könnte gelingen: keine halbgaren Live-Aufnahmen, kein verstaubtes Material in Bootleg-Qualität, sondern ein frisches, kerniges und erstaunlich gut produziertes Album. Gut geölt (= WELL OILED) ist vor allem die neu formierte Rhythmusgruppe, die mächtig Dampf macht und die Songs zum Grooven bringt. Ansonsten gilt auch hier der Vergleich zu The Darkness: Die Gesangsstimme polarisiert. Man mag oder man hasst sie. Dazwischen gibt´s nix.

 

METAL HEART - 9,5 von 10 Punkten

 

Wahrer Rock 'n' Roll stirbt nicht: wie ein solider, unsinkbarer Dampfer schwimmen Whiskeystimme Spike und seine Kollegen durch die Rock-Gewässer und liefern ein ums andere Mal gute Arbeit. Einmal mehr bestechen die Briten mit bluesig rockendendem Songmaterial und hauchen demselbigen ihre unverkennbar-charakteristische Aura ein. Ein bisschen gemäßigter und gemütlicher geht man dabei dieses Mal zur Sache. Dem Wilden in der Musik ist zum Teil fast schon eine Art Reife gefolgt, die sich allerdings extrem gut mit dem hauseigenen Quireboys-Stil verträgt. So ist bereits der Opener Good To See You, trotz seines eher gemäßigt groovenden Temperaments, ein absoluter Durchschlaghammer. Die rauchige, über alle Maßen gefühls- und ausdrucksstarke Stimme von Spike packt den Zuhörer wieder einmal an seinen sämtlichen Rock 'n' Roll-Nerven. Wie kalter Novembernebel kriecht sie sofort unter die Haut und vermag insbesondere bei atmosphärisch dichten Stücken wie What 's Your Name oder Sweet As The Rain einen ganzen Eisbach an kalten Schauern den Rücken hinunterschicken. Den Höhepunkt des Albums bildet dabei das leicht sentimental und nachdenklich wirkende Too Familiar, das wohl den perfekten Soundtrack zum ungefähr siebzehnten Whiskey irgendwo in einer verrauchten Bar bildet und nicht tighter hätte ausfallen können. Wieder einmal haben die Quireboys Rock 'n' Roll mit einer ganz tiefen Seele versehen und aufs authentischste und purste dargebracht.

 

ROCK IT - 7 von 10 Punkten

 

Whiskey-Röhre Spike und seine Chorknaben sind wieder da. Der neueste Output ?Well Oiled? bietet dem geneigter Rock-Fan dann auch glücklicherweise exakt das, was man von den englischen Rock?n?Rollern erwartet: Dreckiger Seventies Rock mit dicker Alkohol- und Nikotinschicht in bester STONES-Tradition. Spike krächzt sich wie eh und je durch extrem coole Groover, wie ?Good To See You? oder ?Black Mariah?, und Guy Griffins Gitarre zerrt noch immer an den bewegungsfaulen Waden. Soviel zur Haben-Seite. Auf der Soll-Seite allerdings kann ?Well Oiled? besonders gegen die ersten beiden QUIREBOYS Outputs (und vor allem den genialen Erstling ?A Little Bit Of What You Fancy?) nicht wirklich anstinken, dafür hätte besonders die extrem mumpflige und wenig druckvolle Produktion doch noch einiges an Schmierung benötigt. Auch sind wirklich zündende Highlights, die man sich bei einer Laufzeit von gerade mal 40 Minuten bei nur neun Songs doch schon hie und da gewünscht hätte, nicht wirklich zu finden. Dennoch eine wie immer gutklassige und typische Party-QUIREBOYS Scheibe, die keinen Fan enttäuschen wird. Und spätestens wenn bei den live-Shows Meister Spike wieder seinen berühmten Satz ?We?re the QUIREBOYS and this is Rock?n?Roll? loslässt, gibt?s dick auf die Zwölf.

 

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